Allianz MTV Stuttgart setzt seinen starken Saisonstart fort. Beim bis dahin ebenfalls ungeschlagenen Schwarz-Weiß Erfurt gewinnt das Team von Cheftrainer Konstantin Bitter am Samstagabend mit 3:0 (25:19, 25:22, 25:17) und nimmt damit auch aus der Riethsporthalle die volle Punkteausbeute mit nach Stuttgart. Nach drei Spieltagen stehen damit drei Siege, neun Punkte und eine Satzbilanz von 9:0 zu Buche.
Dabei wartete in Thüringen durchaus eine anspruchsvolle Aufgabe. Schwarz-Weiß Erfurt war mit zwei Siegen in die neue Spielzeit gestartet und hatte zum Auftakt nach einem 0:2-Rückstand noch mit 3:2 gegen die Roten Raben Vilsbiburg gewonnen. Nur wenige Tage später folgte ein souveränes 3:0 beim ETV Hamburg. Somit trafen am dritten Spieltag zwei Mannschaften aufeinander, die bis dahin noch keine Niederlage hinnehmen mussten. Stuttgart wiederum reiste nach den beiden 3:0-Erfolgen gegen den Dresdner SC und gegen die Binder Blaubären TSV Flacht mit viel Selbstvertrauen nach Erfurt.
Stuttgart übernimmt früh die Kontrolle
Von Beginn an präsentierte sich Allianz MTV konzentriert und ließ sich auch von der Atmosphäre in der Riethsporthalle nicht aus dem Rhythmus bringen. Die Gastgeberinnen versuchten, Stuttgart mit viel Energie und mutigem Spiel unter Druck zu setzen, doch die Gäste fanden immer wieder die passenden Lösungen.
Im ersten Durchgang gelang es Stuttgart, sich im Laufe des Satzes einen Vorsprung zu erarbeiten und diesen konsequent bis zum Ende zu verteidigen. Mit 25:19 ging der Auftaktsatz an Allianz MTV – und damit setzte das Team früh das erste Zeichen des Abends.
Dass Erfurt keineswegs gewillt war, sich frühzeitig geschlagen zu geben, zeigte sich insbesondere im zweiten Satz. Die Thüringerinnen hielten den Durchgang deutlich enger und forderten Stuttgart bis in die entscheidende Phase. Es entwickelte sich der umkämpfteste Satz der Partie.
Doch gerade in diesen Situationen bewies Allianz MTV die nötige Ruhe. Stuttgart blieb konsequent, machte in der Schlussphase die entscheidenden Punkte und brachte auch den zweiten Durchgang mit 25:22 nach Hause. Die 2:0-Satzführung bedeutete zugleich, dass mindestens ein weiterer Auswärtspunkt bereits gesichert war – das Ziel waren an diesem Abend jedoch alle drei.
Konsequenter Abschluss im dritten Satz
Im dritten Durchgang wurde der Unterschied schließlich deutlicher. Stuttgart hielt das eigene Niveau hoch und ließ Erfurt immer weniger Möglichkeiten, selbst Druck aufzubauen. Während sich die Gastgeberinnen weiterhin gegen die drohende Niederlage stemmten, kontrollierte Allianz MTV zunehmend das Geschehen.
Mit 25:17 ging der dritte Satz schließlich deutlich an die Stuttgarterinnen. Damit war nach drei Durchgängen Schluss: 0:3 aus Sicht von Schwarz-Weiß Erfurt – und der dritte Stuttgarter Sieg im dritten Bundesligaspiel.
Besonders erfreulich ist dabei nicht nur die maximale Punktausbeute. Allianz MTV hat in den ersten drei Partien der neuen Bundesliga-Saison noch keinen einzigen Satz abgegeben. Auf das 3:0 zum Auftakt beim Dresdner SC folgte der ebenso klare Heimerfolg gegen Flacht – und nun der nächste 3:0-Auswärtssieg in Erfurt. Damit stehen nach drei Partien neun Punkte bei 9:0 Sätzen auf dem Konto.
Wermutstropfen kurz vor Spielende
Ein Wermutstropfen überschattete die Schlussphase der Partie: Anna Koulberg knickte kurz vor Ende des dritten Satzes unglücklich mit dem Knie weg und musste das Spielfeld verlassen. Wie schwer die Verletzung ist, war unmittelbar nach dem Spiel noch nicht abzusehen. An dieser Stelle steht deshalb zunächst vor allem eines im Vordergrund: Gute Besserung, Anna – wir hoffen, dich schnell wieder auf dem Feld zu sehen!
Blick nach vorne: Suhl kommt in die SCHARRena
Viel Zeit zum Durchatmen bleibt allerdings nicht. Bereits am kommenden Samstag wartet die nächste anspruchsvolle Aufgabe: Am 24. Oktober um 17:00 Uhr empfängt Allianz MTV Stuttgart mit dem VfB Suhl LOTTO Thüringen den amtierenden deutschen Double-Sieger in der heimischen SCHARRena.
Nach drei erfolgreichen Auftritten bietet sich dort die nächste Gelegenheit, den gelungenen Saisonstart vor heimischem Publikum fortzusetzen.
Fotos: Sebastian Dühring
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