Mit einer herausragenden Vorstellung beim Heimauftakt von Allianz MTV Stuttgart setzt Leilani Slacanin ein Ausrufezeichen. Die erst 17-jährige Außenangreiferin erzielt 21 Punkte, schlägt sechs direkte Asse und wird nach dem souveränen Derbysieg gegen die Binder Blaubären TSV Flacht verdient zur wertvollsten Spielerin gewählt.
Was für ein Heimauftakt für Allianz MTV Stuttgart – und was für ein Abend für Leilani Slacanin! Beim 3:0 (25:17, 25:11, 25:19) gegen die Binder Blaubären TSV Flacht am Dienstagabend in der SCHARRena avancierte das Stuttgarter Nachwuchstalent zur überragenden Spielerin auf dem Feld. Mit insgesamt 21 Punkten war die Außenangreiferin die erfolgreichste Punktesammlerin der Partie und erhielt dafür die goldene MVP-Medaille.
Vor 2.016 Zuschauerinnen und Zuschauern bestätigte Allianz MTV Stuttgart damit den erfolgreichen Saisonstart nach dem 3:0-Auswärtssieg beim Dresdner SC. Besonders im zweiten Satz wurde deutlich, wie wirkungsvoll die Gastgeberinnen auftreten können, wenn sie ihren Aufschlagdruck konsequent einsetzen.
Sechs Asse und 21 Punkte: Slacanin überragt
Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Slacanin sammelte gegen Flacht 21 Punkte. Sechs davon erzielte sie unmittelbar mit dem Aufschlag. Dazu kamen zwölf erfolgreiche Angriffspunkte und drei Blockpunkte. Damit überzeugte die junge Außenangreiferin in allen wichtigen Elementen des Spiels.
Vor allem von der Aufschlaglinie aus entwickelte Slacanin eine enorme Wirkung. Ihre druckvollen Services brachten die Annahme der Gäste immer wieder in Schwierigkeiten und sorgten für direkte Punkte. Gemeinsam mit ihren Mitspielerinnen setzte sie Flacht dadurch zunehmend unter Druck.
Wie dominant Stuttgart im zweiten Durchgang agierte, zeigt der Satzstand von 25:11. Die Gastgeberinnen ließen ihren Gegnerinnen kaum Raum, ins Spiel zu finden, und legten mit einer konzentrierten Mannschaftsleistung den Grundstein für den späteren Erfolg.
Auch im Angriff setzte Slacanin wichtige Akzente. Ihre zwölf direkten Angriffspunkte unterstreichen, dass sie nicht allein durch ihren starken Aufschlag überzeugte, sondern auch in den übrigen Spielsituationen Verantwortung übernahm. Drei Blockpunkte rundeten ihre vielseitige Vorstellung ab.
Ein Nachwuchstalent übernimmt Verantwortung
Mit gerade einmal 17 Jahren gehört Slacanin zu den jungen Gesichtern im Stuttgarter Bundesligakader. Die 1,93 Meter große Außenangreiferin hat sich über den Nachwuchsstandort Stuttgart in den Erstligakader entwickelt und steht für den Weg, junge Talente an das Niveau der höchsten deutschen Spielklasse heranzuführen.
Die MVP-Auszeichnung gegen Flacht ist dabei mehr als eine schöne Momentaufnahme. Sie dokumentiert, dass Slacanin auch auf der großen Bundesliga-Bühne spielentscheidende Akzente setzen kann. 21 Punkte in drei Sätzen, sechs direkte Aufschlagpunkte und drei erfolgreiche Blocks sind eine beeindruckende Bilanz für eine Spielerin, die noch am Anfang ihrer Profikarriere steht.
Gerade die Kombination aus Aufschlagstärke, Durchschlagskraft im Angriff und Präsenz am Netz macht ihren Auftritt bemerkenswert. Dass sie sich in einem emotionalen württembergischen Derby derart in Szene setzen konnte, dürfte ihr zusätzliches Selbstvertrauen für die kommenden Aufgaben geben.
Für Leilani Slacanin dürfte der Abend dagegen ganz persönlich in Erinnerung bleiben: Mit einer außergewöhnlichen Punktausbeute und der goldenen MVP-Medaille hat sie sich eindrucksvoll ins Rampenlicht gespielt.
21 Punkte, sechs Asse und eine MVP-Auszeichnung – Leilani Slacanin hat beim Stuttgarter Derby eindrucksvoll gezeigt, welches Potenzial in ihr steckt.
Steckbrief
Leilani Slacanin
Geboren: 28. Oktober 2008
Geburtsort: Unna
Größe: 1,93 m
Position: Außenangriff
Rückennummer: 2
Nationalität: Deutsch
Karriere und Erfolge
Allianz MTV Stuttgart – seit der Saison 2025/26 im Profikader.
Nachwuchs: Ausbildung am Sparda-BSP Stuttgart, zuvor beim TV Hörde.
Nationalmannschaft: Einsatz für die deutsche U19-Nachwuchsauswahl bei der Europameisterschaft 2025.
Leilani Slacanins Eltern sind beide ehemalige Volleyballspieler: Ihre Mutter Tonya Williams – ist eine ehemalige US-amerikanische Nationalspielerin und erfolgreiche Hallen- und Beachvolleyballerin. Zu ihren größten Erfolgen zählen WM-Bronze 1990, Olympia-Bronze 1992, der Gewinn des World Grand Prix 1995 sowie der CEV-Pokal 1994 mit dem USC Münster, mit dem sie 2004 außerdem deutsche Meisterin und DVV-Pokalsiegerin wurde. Im Beachvolleyball gewann sie 2003 gemeinsam mit Ines Pianka die Deutsche Meisterschaft, nachdem sie 2001 Vizemeisterin und 2002 Dritte geworden war. Später war sie unter anderem als Trainerin beim TV Hörde tätig und begleitete Leilanis volleyballerische Entwicklung. Ihr Vater: Drazen Slacanin – ehemaliger deutscher Beachvolleyballspieler. Ihr Bruder: Fabijan Slacanin – spielt ebenfalls Volleyball, als Außenangreifer beim TuB Bocholt.









