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Harte Arbeit im Aachener Hexenkessel, aber am Ende wieder 3 Punkte - Foto: Andreas Steindl/LIB Aachen

Harte Arbeit im Aachener Hexenkessel, aber am Ende wieder 3 Punkte - Foto: Andreas Steindl/LIB Aachen

Das angekündigt schwere Auswärtsspiel im Aachener Hexenkessel hielt, was es versprach. Allianz MTV Stuttgart nahm den Kampf von Beginn an an und setzte sich am Ende verdient mit 3:0 (25:20, 25:22, 25:20) durch. Auch wenn alle Sätze hart umkämpft waren, hatte Stuttgart in den entscheidenden Phasen die besseren Antworten.


Satz 1: Starker Block legt den Grundstein

Der Start verlief ausgeglichen, bis zum 5:4 konnte sich kein Team absetzen. Anschließend brachte Stuttgart mit starken Blockaktionen – allen voran Jasmin Gross – mehr Stabilität ins Spiel. Nach mehreren Blockpunkten führte Allianz MTV mit 14:9, Aachen reagierte mit der ersten Auszeit.

Doch Stuttgart blieb dran: Gross setzte ihre starke Leistung fort und blockte direkt zum 15:10. Aachen verkürzte zwar zwischenzeitlich, doch nach einer Stuttgarter Auszeit fand die Annahme wieder mehr Stabilität. Pia Kästner verteilte die Bälle variantenreich, während der Block weiter gut stand. In der Crunchtime sorgte erneut Jasmin Gross mit einem Block für das 24:19. Ein Aufschlagfehler der Gastgeberinnen beendete den Satz – 25:20 für Stuttgart.

Satz 2: Geduld und starke Nerven

Auch der zweite Durchgang begann ausgeglichen. Eleanor Holthaus setzte früh mit einem Block zum 5:4 ein Zeichen, kurz darauf stand auch der Doppelblock Holthaus/Gross perfekt. Aachen fand jedoch besser ins Spiel und glich zum 7:7 aus.

Es entwickelte sich ein offener Schlagabtausch. Beide Teams wechselten sich mit starken Aktionen ab, lange Ballwechsel prägten den Satz. Aachen ging beim 16:14 erstmals mit zwei Punkten in Führung und zwang Stuttgart zur Auszeit. Doch Stuttgart blieb ruhig: Ein Ass von Jasmin Gross brachte den Ausgleich, ein weiterer Blockpunkt von Lucia Varela stellte auf 19:19.

In der Schlussphase übernahm Mikala Mogensen, die im Laufe des Satzes eingewechselt wurde, immer wieder Verantwortung und punktete zuverlässig. Beim Stand von 23:22 erspielte sie zwei Satzbälle, den ersten verwandelte erneut Jasmin Gross souverän – 25:22.

Satz 3: Entscheidung durch Blockstärke

Aachen erwischte den besseren Start in den dritten Satz und setzte sich zwischenzeitlich auf 10:5 ab. Stuttgart kämpfte sich jedoch Punkt für Punkt zurück, unter anderem durch Toni Stautz, die auf 7:10 verkürzte. Zwei starke Blockpunkte brachten den Anschluss, bis zum 15:15 blieb der Satz völlig offen.

Dann kippte das Spiel zunehmend in Stuttgarter Richtung. Lydia Grote beendete einen spektakulären Ballwechsel zum 18:15 und zwang Aachen zur nächsten Auszeit. Die Ladies in Black blieben zwar hartnäckig, doch Stuttgart hatte in der Crunchtime erneut die besseren Aktionen. Lucia Varela punktete zum 22:20, Eleanor Holthaus stellte mit einem weiteren Block auf 23:20.

Vier Matchbälle bei 24:20 – und wie sollte es an diesem Abend anders sein: Ein Block entschied auch den letzten Punkt. 25:20 im dritten Satz, 3:0-Auswärtssieg für Allianz MTV Stuttgart.

Fazit

Mit großer Geschlossenheit, Geduld in langen Ballwechseln und einer herausragenden Blockleistung sichert sich Allianz MTV Stuttgart einen verdienten Arbeitssieg in Aachen und nimmt drei wichtige Punkte mit nach Hause.