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Foto: Jens Körner - Bildermacher Sport

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Nach den Platzierungsentscheidungen in der 1. Bundesliga Frauen am letzten Spieltag der Hauptrunde stehen die Viertelfinal-Paarungen im Rennen um den Deutschen Meistertitel fest. Acht Mannschaften treten am kommenden Wochenende an, um den wichtigen Grundstein in der Best-of-three-Serie für den Halbfinaleinzug zu legen. Den Beginn markiert das Match Dresdner SC gegen den USC Münster, live bei SPORT1 im Free-TV am Samstag, 21. März um 17:15 Uhr.


Von den Spitzenplätzen zum Titel?

Mit satten neun Punkten Vorsprung auf Platz zwei hat der Allianz MTV Stuttgart die Hauptrunde an der Tabellenspitze beendet und ist dank einer durchweg dominanten Saisonleistung größter Favorit auf den Titel. 19 der 20 Hauptrundenpartien gewannen die Stuttgarterinnen in dieser Saison, dabei gab das Team lediglich acht Sätze ab. Die einzige Niederlage in der Liga überhaupt gab es erst am 22. Februar gegen den VfB Suhl LOTTO Thüringen, gegen den man sich auch im Zoi DVV-Pokalfinale 2026 geschlagen geben musste. Inzwischen hat sich die Mannschaft allerdings wieder stabilisiert und möchte ihre Kapitänin Antonia Stautz, die den Allianz MTV nach der Saison verlassen wird, mit dem Titel verabschieden. Konstantin Bitter sieht seine Sechs nicht automatisch in der Favoritenrolle, sondern ist stolz auf die überzeugenden Auftritte in der Hauptrunde. „Diese Saison hat uns so vor dem Beginn kaum jemand zugetraut – umso schöner ist es, was wir uns gemeinsam erarbeitet haben. Jetzt starten die Playoffs, wir haben Bock, wollen uns belohnen, den Moment genießen und schauen, wie weit uns diese Reise noch trägt. Klar ist aber: Was wir bis hierhin erreicht haben, kann uns niemand mehr nehmen – die Saison ist schon jetzt ein Erfolg“, so der Stuttgarter Headcoach.

Entsprechend schwer wird das Viertelfinale für Schwarz-Weiß Erfurt, das als Tabellenachter und Außenseiter in die SCHARRena reist. Ebendort gab es bereits im Januar eine klare 3:0-Niederlage. Allerdings ist das Match am Sonntag die erste Playoff-Teilnahme für Erfurt überhaupt und bereits damit ein riesiger Erfolg für den Club, wie auch Geschäftsführer Florian Völker hervorhebt: „Der erstmalige Einzug in die Playoffs ist für uns ein schöner Meilenstein. Der positive Trend zeigt sich auch im Umfeld – mit steigenden Zuschauerzahlen und zunehmender Stabilität des Vereins. Gleichzeitig wissen wir, dass zu den etablierten Teams vor uns in der Tabelle noch eine Lücke besteht. Mit Stuttgart wartet nun ein klarer Favorit, der nach der Pokalniederlage mit aller Entschlossenheit Meister werden will – ein klassisches David-gegen-Goliath-Duell.“

Der frischgebackene Zoi DVV-Pokalsieger VfB Suhl LOTTO Thüringen konnte sich am letzten Hauptrundenspieltag mit einem klaren Sieg den zweiten Tabellenplatz sichern und bekommt es zum Playoff-Auftakt mit dem VC Wiesbaden zu tun. „Es ist ein Megaerlebnis, die Hauptrunde als Zweiter abzuschließen, als Lohn für unsere harte Arbeit. Nun gilt es, in den Playoffspielen gegen Wiesbaden die sehr gute Ausgangssituation zu nutzen. Das wird gegen den kampfstarken VCW nicht einfach“, so Kapitänin Roosa Laakkonen. Die konstante Saisonleistung macht das Team von László Hollósy zu einem Titelaspiranten, der mit Ausnahme des Matches in Schwerin unmittelbar nach dem Zoi DVV-Pokalfinale in diesem Jahr kein Ligaspiel verloren hat. Dementsprechend groß wird die Herausforderung für den VC Wiesbaden, der in beiden Aufeinandertreffen in der Liga insgesamt nur einen Satz mitnehmen konnte. Nach einem Arbeitssieg gegen den ETV Hamburg am letzten Spieltag will Interimscoach Benedikt Frank die Zeit für eine intensive Vorbereitung nutzen, um zum ersten Mal seit 2017 wieder ins Halbfinale vorzudringen. 

Bewährungsproben im Viertelfinale für die Vorjahresfinalistinnen

Titelverteidiger SSC Palmberg Schwerin musste gegen Stuttgart am letzten Spieltag eine Niederlage nach fünf umkämpften Sätzen hinnehmen, ansonsten stehen im Jahr 2026 in der Liga nur Siege zu Buche. Die steigende Formkurve und die starke Leistung gegen den Hauptrundenersten kommen für das Team von Felix Koslowski gerade recht, um Kurs auf den 14. Titel zu nehmen. „Es ist eine gewisse Anspannung da, es sind ab jetzt K.o.-Spiele. Aber trotzdem steigt jetzt die Vorfreude auf die Playoffs“, so der Schweriner Cheftrainer. Mit den Ladies in Black Aachen wartet jedoch keine leichte Aufgabe auf die Mecklenburgerinnen, wie auch Zuspielerin Hannah Kohn hervorhebt: „Ich erwarte ein sehr spannendes Spiel. Aachen ist ein sehr konstantes Team, sie haben eine super Diagonalangreiferin und spielen schnell.“

Die Ladies in Black konnten in der Palmberg Arena in der laufenden Spielzeit zwar noch nichts Zählbares mitnehmen, sind aber vor allem im Rückspiel im Aachener Hexenkessel nicht zu unterschätzen. Dort lieferte das Team von Trainerin Mareike Hindriksen auch Schwerin in der Hinrunde bereits einen starken Kampf, beim 1:3 trennten beide Teams nur hauchdünne sechs Punkte.

Der Dresdner SC erreichte im Vorjahr die Playoff-Finalserie und musste sich dort Schwerin geschlagen geben. Als Tabellenvierter tritt das Team von der Elbe gegen den USC Münster an und war noch am Mittwoch im CEV Cup aktiv. Nach dem Aus im internationalen Wettbewerb heißt es nun aber schnelles Umschalten in den Playoff-Modus. „Die letzten Wochen waren ein Hammerprogramm für uns, aber wir sind es auch gewohnt, schnell zu regenerieren und nach 2 bis 3 Tagen wieder auf den Punkt fit zu sein. Die internationalen Spiele in dieser Saison und deren Niveau haben uns sehr in der Entwicklung als Mannschaft weitergeholfen, weshalb wir nun heiß auf die Playoffs sind, um nun unseren besten Volleyball zu spielen“, so Kapitänin Patricia Nestler. Dresdens Libera weiß um die Stärke der Viertelfinalgegnerinnen: „Münster hatte eine längere Vorbereitungszeit und kommt „ausgeruht“ nach Dresden. Sie haben eine gute Hauptrunde gespielt und können frei aufspielen. Wir werden sie auf keinen Fall unterschätzen.“ Die Sächsinnen können sich dafür auf die aktuelle Liga-MVP Marta Levinska verlassen, die im letzten CEV-Cup-Spiel gerade beeindruckende 33 Punkte über die Diagonalposition beisteuerte.

Viertelfinalgegner USC Münster hat sich am letzten Spieltag dank eines 3:0-Erfolgs über Erfurt am vergangenen Wochenende noch auf Platz fünf geschoben und kann selbstbewusst in der Dresdner Margon Arena antreten. Auch wenn die Green Kalinen im letzten Aufeinandertreffen unterlegen waren, hat das Team von Matthias Pack in der Hinrunde gezeigt, dass sie auch den Dresdner SC schlagen können. SPORT1 zeigt die Begegnung zum Auftakt der Playoffs am Samstag, 21. März ab 17:15 Uhr live im Free-TV.

Der ganze Weg zum Titel – live bei Dyn

Alle Viertel- und Halbfinals werden im Modus Best-of-three ausgetragen. Das Finale um die deutsche Meisterschaft ist dann eine Best-of-five-Serie. Für den Titel sind drei Siege notwendig. Das erste Heimrecht hat in jeder Runde das Team, das in der Hauptrunde besser platziert war. Alle Spiele der Playoffs gibt es wie immer live und on demand auf Dyn.

Die ersten Viertelfinal-Partien im Überblick:

  •    Sa., 21.03.26, 17:15 Uhr  Dresdner SC vs. USC Münster
  •    Sa., 21.03.26, 18:00 Uhr  SSC Palmberg Schwerin vs. Ladies in Black Aachen
  •    So., 22.03.26, 16:00 Uhr  Allianz MTV Stuttgart vs. Schwarz-Weiß Erfurt
  •    So., 22.03.26, 16:30 Uhr  VfB Suhl LOTTO Thüringen vs. VC Wiesbaden