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Teamgeist ist nun gefragt... - Foto: Jens Körner - Bildermacher Sport

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Auftaktspiel im Play-Off-Halbfinale vor heimischer Kulisse knapp im Tie-Break verloren – Dresden kann mit einem weiteren Sieg bereits das Ticket für das Finale klarmachen – Für Stuttgart ist es ein „Do or Die“-Spiel: Siegen oder Fliegen – Kurzum: Stuttgart steht „unter Druck“


Im zweiten Spiel des Play-Off-Halbfinales der Volleyball Bundesliga steht Allianz MTV Stuttgart bereits unter Zugzwang. Nach der Niederlage im Auftaktspiel gegen den Dresdner SC droht dem Titelanwärter bei einer weiteren Pleite bereits wie in der vergangenen Saison (und wie damals gegen den Dresdner SC) das vorzeitige Saisonaus. Entsprechend hoch ist der Druck auf Stuttgart fern der Heimat in der Margon-Arena zu Dresden eine klare Reaktion zu zeigen. Einfach wird das sicher nicht, vor rund 3.000 Fans dort zu bestehen.

Stuttgart wird vor allem daran arbeiten müssen, die Eigenfehlerquote deutlich zu reduzieren und im Angriff wieder konsequenter zu punkten. Im ersten Spiel fehlte es phasenweise an Durchschlagskraft und Stabilität in der Annahme, was den Spielaufbau erschwerte. Besonders im Aufschlag braucht das Team mehr Konstanz, um Dresden früh unter Druck zu setzen und sich selbst bessere Chancen im Block-Abwehr-Spiel zu erarbeiten. Auch unglückliche Entscheidungen, insbesondere im Tie-Break beim Stand von 14:11, brachten die Schwäbinnen um den verdienten Sieg in der Serie. Stuttgart tat sich über weite Phasen sehr schwer – die Leichtigkeit des Spiels, wie sie noch in der Hauptrunde zu sehen war, ist scheinbar seit einigen Spielen abhandengekommen.

Der Dresdner SC hat dagegen Rückenwind aus Stuttgart mitgenommen. Der Auftaktsieg hat gezeigt, dass das Team von der Elbe in der Lage ist, Stuttgart effektiv zu kontrollieren und in den entscheidenden Momenten die Nerven zu behalten. Dresden wird versuchen, an diese Leistung anzuknüpfen, erneut variabel im Angriff zu agieren und die Defensive kompakt zu halten.

Taktisch dürfte es erneut ein Duell auf Augenhöhe werden, in dem Kleinigkeiten entscheiden. Stuttgart muss seine Stärke und Variabilität ausspielen, emotional dagegenhalten und vor allem cleverer und konzentrierter auftreten, während Dresden mit Selbstvertrauen und Geduld agieren kann. Gelingt den Stuttgarterinnen ein Sieg, steht es in der Serie 1:1 und es kommt zum entscheidenden Spiel am Samstag in der SCHARRena. Setzt sich hingegen Dresden erneut durch, ziehen die Elbstädterinnen wieder in das Finale ein und Stuttgart hat das Nachsehen – und die Saison ist vorzeitig beendet.

Der Streamingdienst DYN zeigt das Spiel live im Stream am Mittwoch ab 19:00 Uhr aus Dresden.