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Hoch die Hände: Bei Libera Roosa Koskelo und Maria Segura ist die Freude auf das Finale groß. Foto: Moritz Bosold

Die kräftezehrende Saison hat sich gelohnt. Allianz MTV Stuttgart steht im Finale um die deutsche Meisterschaft. Gegner dort ist niemand geringeres als der Hauptrundenerste Dresdner SC. Die Serie gegen die Sächsinnen startet diesen Samstag.

Als der Matchball diagonal im Feld des SSC Palmberg Schwerin landete, da kannte die Freude auf Stuttgarter Seite keine Grenzen mehr. Zusammen hüpfte die Mannschaft plus Staff im Kreis und feierte den Finaleinzug. Somit erhält man auf Seiten der Schwäbinnen die Chance auf die Titelverteidigung – auch wenn der so starke Playoff-Run nicht von jedem vorhergesehen wurde. Zu schwankend war die Saison bisher verlaufen. Siege gegen Dresden und in Schwerin wechselten sich mit vermeidbaren Niederlagen auswärts in Suhl und Straubing ab. Hinzu kam noch das Pokalaus gegen Potsdam, wo man chancenlos mit 1:3 unterlag. Insofern kann die Mannschaft eigentlich ohne Druck ins Spiel gehen. Denn Dresden kommt als Hauptrundensieger.

Aber mittlerweile hat sich die Mannschaft von Coach Tore Aleksandersen stabilisiert. Was nicht zuletzt am Norweger selbst liegt. Selber sagte er bei seiner Ankunft, die Spielerinnen bräuchten Zeit, um seinen Spielstil zu adaptieren. Mittlerweile hat die Mannschaft um Zuspielerin Pia Kästner diesen Stil verinnerlicht. Es wird schnell und variabel gespielt. Und das Team scheint gefestigt zu sein. Das sah man nicht zuletzt in der Halbfinal-Serie gegen Schwerin, als man einen 0:1-Serienrückstand in unfassbar souveräner Manier mit zwei 3:0-Heimsiegen umbog. Während den Heimspielen gegen den SSC Palmberg zeigte die Mannschaft in vollem Ausmaß, wozu sie fähig ist. Es wurde gefightet, der Ball wurde klug verteilt. Vor allem aber war die Mentalität der Schlüssel zum Sieg. Man hatte das gefühl, die Mannschaft war heiß, die Mannschaft wollte gewinnen. Was sie dann auch verdient tat.

Nun heißt der Gegner also Dresden. Die Mannschaft von Alexander Waibl hat sich im Halbfinale mehr oder weniger souverän gegen Potsdam durchgesetzt. 2:0 hieß es am Ende gegen die Damen aus Brandenburg. Im Gegensatz zum AMTV konnte sich die Mannschaft um Jennifer Janiska also ein Entscheidungsspiel sparen. Und geht mit Selbstvertrauen ins Endspiel. Gegen Potsdam erwies sich einmal mehr Maja Storck als Punktbeste Dresdnerin. Die Schweizerin steuerte beim 3:2-Sieg starke 28 Punkte bei, unterstützt wurde sie von Lena Stigrot mit 24 Punkten. Die durchschlagskräftige Offensive ist ein vielköpfiges Monster. Auf Jennifer Janiska gilt es genauso zu achten wie im ersten Tempo auf Camilla Weitzel. Wenn die junge Mittelblockerin an einem guten Tag mit Zuspielerin Madeleine Gates harmoniert, ist der Schuss kaum zu stoppen. Auf diese Aufgabe muss sich der Stuttgarter Mittelblock um Mira Todorova und Lohuis-Ersatz Jenna Rosenthal genau einstellen.Und wenn es mal nicht läuft bei den „Arrivierten“, dann wechselt man auf Dresdner Seiite eben eine Sarah Straube ein, die auf Zuspiel gegen Potsdam in schwierigen Phasen die Nerven behielt. Mit Emma Cyris steht ein junges Talent ebenfalls bereit, um in engen Situationen für die nötige Entlastung zu sorgen. Der Sportclub von 1898 hat eine sehr ausgeglichene und aufeinander abgestimmte Mannschaft, die sehr viel Talent mitbringt. Insofern wird die Serie gegen den Hauptrundenersten eine sehr enge Angelegenheit.

Aber auch die Truppe um Libera Roosa Koskelo, die jüngst ihren Vertrag um zwei Jahre verlängerte, ist in guter Form. Zumal sie Dresden dieses Jahr schon zweimal schlagen konnte, jeweils glatt mit 3:0. Es ist also alles offen. Im Finale will sich die Mannschaft krönen. Vielleicht kann der letzte Schritt gemacht werden. Und der „Bonus“ Meisterschaft kann erneut an den Neckar geholt werden.

Jedes Finalspiel wird auf Sport1 live zu sehen sein. Hier die genauen Termine:

SPIEL 1

Dresden - Stuttgart

Samstag, 10. April, 16:30 Uhr

SPIEL 2

Stuttgart - Dresden

Mittwoch, 14. April, 18:00 Uhr

SPIEL 3

Dresden - Stuttgart

Samstag, 17. April, 16:30 Uhr

*SPIEL 4

Stuttgart - Dresden

Mittwoch, 21. April, 18:00 Uhr

*SPIEL 5

Dresden - Stuttgart

Samstag, 24. April, 14:00 Uhr

*Eventuelle zusätzliche Spiel in Best-of-Five-Serie