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Finaaaaaaale! - Foto: Jens Körner Bildermacher Sport

Finaaaaaaale! - Foto: Jens Körner Bildermacher Sport

Der Weg auf der #missionmannheim geht weiter. Allianz MTV Stuttgart schlägt Schwerin im Halbfinale vor heimischer Kulisse klar mit 3:0 und darf für die SAP-Arena planen.


Der Jubel wurde kurz durch eine Challenge verzögert. Doch das war der SCHARRena, das war dem Team von Allianz MTV zu diesem Zeitpunkt eigentlich egal. Und so wurde einfach weiter geklatscht und gesungen, bis der Schiedsrichter den finalen Punkt schließlich doch “Stuttgarts schönsten Sport” zusprach. Danach brachen dann alle Dämme, Spielerinnen und Staff lagen sich in den Armen. Nach einem Jahr Abstinenz ist Allianz MTV zurück im Pokalfinale und darf am 28. Februar in Mannheim um den Cup spielen.

Von Beginn an zeigte der Tabellenführer, dass es nur in eine Richtung gehen sollte, erstickte mit einer ganz starken Leistung jegliche Schweriner Versuche im Keim und glänzte darüber hinaus mit spielerischer Variabilität und großem Einsatz. MVP wurde vor knapp 2000 Zuschauern Diagonalangreiferin Pauline Martin.

Konstantin Bitter startete die #missionmannheim mit derselben Formation, die am Freitag Suhl im Topspiel klar geschlagen hatte. Die Partie gegen Schwerin startete ausgeglichen, erste Highlights setzen Anna Koulberg und Lucia Varela jeweils mit erfolgreichen Blocks (10:9). Der Stuttgarter Block sollte dann auch in der entscheidenden Phase dieses ersten Satzes eine Rolle spielen. Zunächst zwang man Gästetrainer Felix Koslowski mit einer kompromisslosen Szene am Netz zum Doppelwechsel, die nachfolgende Rallye war dann wohl die Szene des gesamten Spiels. Nachdem Lucia Varela vorerst geblockt wurde, rettete Melani Shaffmaster den Ball dann per Fuß, ehe Eleanor Holthaus im Anschluss den Einer-Block auspackte. 15:11, Schwerin nahm die Auszeit und die SCHARRena stand Kopf. Zwar konnten die Gäste kurzzeitig verkürzen, doch Allianz MTV war einfach zu stabil. Erst blockte Lucia Varela zum 19:14, dann wurde die Spanierin sehenswert von ihrer Zuspielerin eingesetzt. Und natürlich musste dann ein erfolgreicher Block den Satz beenden. Anna Koulberg zeichnete sich dafür verantwortlich. Schwerin, die statistisch stärkste Block-Mannschaft der Liga wurde in der SCHARRena mit ihren eigenen Mitteln unter Zugzwang gebracht.

Mit dem Schwung ging es in den zweiten Durchgang, Stuttgart machte einfach weiter. Melani Shaffmaster brachte die Halle mit ihrem Ass zum 4:1 gleich wieder in Wallung, Lucia Varela machte es ihrer Zuspielerin beim 7:3 nach. Dann hämmerte Pauline Martin ihren Angriff zum 8:4 ins Feld, dreißig Sekunden später musste Schwerin schon wieder die Auszeit nehmen. Die Block-Party im Stuttgarter Neckarpark ging einfach weiter, Anna Koulberg blickte, Lucia Varela blockte - 12:9. Schwerin unterliefen jetzt auch Fehler, das lag aber auch an der Stuttgarter Wucht. Shaffmaster zeigte einmal mehr ihre Klasse und setzte Lucia Varela für den Tip ein - Auszeit Schwerin beim 16:11. Anna Koulberg und Melani Shaffmaster besorgten dann im Alleingang den Satzball zum 2:0, ein Schweriner Fehler bedeutete dann die komfortable Satzführung.

In Satz drei war es zu Beginn wieder eng. Anna Koulberg besorgte beim 9:8 die erste Führung per Ass, dann blockte Eleanor Holthaus zum 11:9. Weil MVP Pauline Martin in der Folge einen brutalen Winkel zum 14:11 beisteuerte, musste Schwerin die Auszeit nehmen. Das brachte aber nichts, weil dann auch mal wieder Lucia Varela ein Ass einstreute und auf 17:12 erhöhte. Die Messe war gelesen, die Party konnte steigen. Pauline Martin tippte am Ende den Schweriner Block an und nach der Challenge durfte der Finaleinzug bejubelt werden.

Im Finale am 28. Februar warten dann entweder Suhl oder Dresden, die am Mittwoch den Gegner für Stuttgarts schönsten Sport ausspielen.