Allianz MTV Stuttgart hat im Hinspiel der Playoff Runde im Kampf um das Viertelfinale des CEV Volleyball Cups bei Galatasaray Istanbul eine klare 1:3-Niederlage hinnehmen müssen. Vor allem ein denkbar unglücklicher Start sowie mehrere schwache Phasen in den Sätzen eins, drei und vier machten es Stuttgarts schönstem Sport schwer, gegen den stabil und druckvoll agierenden Gastgeber zu bestehen.
Der erste Satz begann aus Stuttgarter Sicht denkbar schlecht. Galatasaray setzte Allianz MTV von Beginn an mit starken Aufschlägen und konsequenter Blockarbeit unter Druck. Bereits beim Stand von 4:0 sah sich Stuttgart zur ersten Auszeit gezwungen, wenig später folgte beim 7:0 bereits die zweite. Die Türkinnen nutzten Stuttgarter Fehler eiskalt aus und erspielten sich früh eine deutliche Führung. Zwei Asse in Folge von Lucia Varela stellten auf 12:6, ehe ein Doppelblock von Martin/Koulberg zumindest kurz für einen Lichtblick sorgte. Galatasaray blieb jedoch stabil, erhöhte durch einen Killblock auf 18:8 und ließ Stuttgart kaum zur Entfaltung kommen. Beim Stand von 24:12 hatte der Gastgeber gleich zwölf Satzbälle, von denen bereits der erste zum 25:12 genutzt wurde – 1:0 für Galatasaray.
Im zweiten Satz zeigte sich Allianz MTV Stuttgart deutlich verbessert. Der erste Punkt ging an die Gäste, Pauline Martin verwandelte clever über den Block. Ein Doppelblock brachte die frühe 2:0-Führung, wenig später sorgte eine starke Angriffsfinte von Holthaus für das 3:1. Der Satz gestaltete sich nun wesentlich ausgeglichener. Galatasaray ging zwar mit 5:4 in Führung, doch Stuttgart blieb dran. Ein direkter Annahmepunkt von Holthaus brachte das 7:6, ein Killblock, ebenfalls von Holthaus, sogar die erste Zwei-Punkte-Führung zum 9:7. Galatasaray zog das Tempo erneut an und übernahm mit 11:9 wieder die Führung, doch starke Aufschläge von Shaffmaster ermöglichten den 11:11-Ausgleich. Es entwickelte sich ein intensives Hin und Her bis zum 14:14. Galatasaray hielt sich zwar meist knapp in Führung, doch Stuttgart ließ nicht abreißen und verkürzte immer wieder, so auch beim 18:19. In der Crunchtime sorgte Anna Koulberg mit einem Killblock für den 21:21 Ausgleich und die Auszeit für Galatasaray. Lydia Grote brachte Stuttgart anschließend mit einem starken Angriff in Führung, ehe Toni Stautz diese mit einem frechen kurzen Netzroller per Ass auf 23:21 ausbaute. Wieder war es Koulberg im Block, die drei Satzbälle erspielte, und Stautz nutzte direkt den ersten mit einem weiteren Ass – 25:21 und der verdiente 1:1-Satzausgleich.
Der dritte Satz begann erneut suboptimal für Allianz MTV. Früh gerieten die Stuttgarterinnen mit 1:5 in Rückstand, Galatasaray erhöhte kontinuierlich den Druck und baute den Vorsprung auf 13:4 aus. Stuttgart musste vorerst abreißen lassen, kämpfte sich jedoch noch einmal heran und verkürzte auf 8:14. Galatasaray blieb jedoch analog zum ersten Satz gnadenlos effizient und zog zwischenzeitlich auf 20:9 davon. Beim Stand von 24:13 hatte der Gastgeber erneut zahlreiche Satzbälle. Die ersten drei konnte Stuttgart noch abwehren, doch der vierte saß – 25:16 und die erneute Satzführung für Galatasaray.
Auch im vierten Satz lief Allianz MTV von Beginn an einem Rückstand hinterher. Schnell lag Stuttgart mit vier Punkten zurück. Beim Stand von 2:6 brachte Cheftrainer Konstantin Bitter Julia de Paula für Kapitänin Antonia Stautz, wenig später folgte die erste Auszeit. Eine starke Aufschlagserie von Alexia auf Seiten Galatasarays sorgte dafür, dass sich der Vorsprung früh auf 10:3 erhöhte und Stuttgart zur nächsten Auszeit zwang. Doch auch diese brachte keine entscheidende Wende. Im vierten Satz lief bei Allianz MTV nur wenig zusammen, während Galatasaray weiterhin dominant auftrat, stabil in Annahme und Abwehr blieb und im Angriff kaum nachließ. Der Vorsprung wuchs weiter an, bis Galatasaray den Satz deutlich mit 25:10 für sich entschied.
Am Ende steht für Allianz MTV Stuttgart eine verdiente 1:3-Niederlage im Hinspiel. Während der zweite Satz Mut für das Rückspiel macht, zeigten die übrigen Durchgänge, wie konsequent Galatasaray seine Chancen nutzt. Im Rückspiel wird es für Stuttgart darauf ankommen, konstanter ins Spiel zu finden und an den zweiten Satz des heutigen Spiels anzuknüpfen.
Rückspiel am Mittwoch, 4. Februar 2026 in Stuttgart
Allianz MTV hat die Chance im Rückspiel in Stuttgart das Blatt noch zu wenden. Eine voll besetzte SCHARRena steht hinter unserem Team. Alle im Vorverkauf erhältlichen Tickets sind vergriffen. Auch das Gästekontingent wurde vom Gastverein vollständig abgerufen.
Es wird zu umfangreichen Personen- und Sicherheitskontrollen kommen. Vor Ort ist außerdem ein sehr großes Polizeiaufgebot.









