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Sie gilt es zu stoppen: auf den Stuttgarter Mittelblock kommt mit Maja Storck wieder eine Menge Arbeit zu. (Foto: Dirk Michen)

Die kräftezehrende Saison hat sich gelohnt. Allianz MTV Stuttgart steht im Finale um die deutsche Meisterschaft. Gegner dort ist niemand geringeres als der Hauptrundenerste Dresdner SC. Die Serie gegen die Sächsinnen wird im Modus Best-of-Five gespielt. Mit der Auswärtsniederlage von Stuttgart konnte der DSC die Serie vor Spiel vier wieder spannend machen.

Nichts war es mit dem vorzeitigen Titelgewinn. Nach der 2:3-Niederlage in Dresden steht Allianz MTV vor einem wichtigen Heimspiel. Gewinnt man, ist die Meisterschaft entschieden. Verliert man, dann geht es ins ultimative Entscheidungsspiel nach Sachsen. Und das möchte man auf Stuttgarter Seite möglichst vermeiden.

Die Enttäuschung ist verdaut, jetzt geht es mit klarem Kopf in Richtung Heimspiel. Am Mittwoch um 18 Uhr kommt der DSC zum zweiten Mal nach Stuttgart. Und möchte unbedingt ein entscheidendes fünftes Duell in der heimischen Margon-Arena erzwingen. Verhindern will dies naturgemäß Tore Aleksandersen mit seiner Truppe. Aber, sagt der Norweger auch, er sehe sein Team gut gerüstet für das erneute Aufeinandertreffen in Stuttgart. In diesem ist wieder eine spannende Partie zu erwarten. Das 3:0 von Krystal Rivers und Co. zum Auftakt der Serie war wohl nur ein Strohfeuer. Die beiden anderen Spiele, jeweils 3:2-Krimis, haben gezeigt, wie eng beieinander beide Teams in der Serie liegen.

Die Schwäbinnen ihrerseits haben bereits bewiesen, wie gut sie in Heimspielen vor allem gegen Topteams zurecht kommen. In den bisherigen drei Auftritten in der heimischen SCHARRena gegen den DSC gab es drei Siege zu bejubeln. Weiterhin verzichten müssen die Gastgeberinnen auf Juliet Lohuis. Sie wird, wie in den Spielen zuvor ersetzt von Jenna Rosenthal. Mangels Alternativen muss der Block funktionieren. Vor allem gegen die so durchschlagkräftige Offensive der Sächsinnen. Da wird auch die Abwehr bei Allianz MTV eine große Rolle spielen. Zuletzt zeigte man sich aber in der Annahme stabil, auf der Position der Libera agierte Roosa Koskelo gar herausragend. Auch hängt viel davon ab, ob Krystal Rivers wieder einen Sahnetag erwischt. Wenn sie diesen hat, ist die Kapitänin kaum zu stoppen.

Selbiges gilt auf DSC Seite für Maja Storck. Das Pendant zur Stuttgarter Kapitänin legt bislang in dieser Finalserie unfassbare Zahlen auf. Sie zu beschäftigen wird oberste Priorität haben. Dahingehend gilt es mit hohem Aufschlagdruck zu agieren. Das war ein bisschen das Manko am vergangenen Samstag. Aber auch Liber Lenka Dürr machte ein starkes Spiel. Sie scheint endgültig in dieser Serie angekommen zu sein. Ähnliches gilt für Jennifer Janiska und Lena Stigrot, die in den letzten Spielen durch hohen Volleyball-IQ aufgefallen sind.

Alles in allem wird wohl in dieser Serie entscheiden, wer nach dieser langen und anstrengenden Saison frischer im Kopf ist, und noch einmal die letzten Körner mobilisieren kann. Etliche Spielerinnen auf beiden Seiten gehen am Zahnfleisch. Dennoch heißt es noch einmal alles reinlegen. Und das Spiel hoffentlich daheim am Neckar zu entscheiden. Um dann feiern zu können.

Sport1 überträgt wie gewohnt ab 17:55 Uhr.

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