11
Foto: Jens Körner - Bildermacher Sport

Foto: Jens Körner - Bildermacher Sport

Das zoi DVV-Pokalfinale 2026 hielt, was es im Vorfeld versprochen hatte. In der ausverkauften SAP Arena lieferten sich Allianz MTV Stuttgart und der VfB Suhl LOTTO Thüringen vor 12.508 Zuschauerinnen und Zuschauern ein hochdramatisches Duell über fünf Sätze. Am Ende setzte sich Suhl mit 3:2 (25:17, 25:18, 15:25, 23:25, 15:13) durch und sicherten sich damit den zweiten Pokalsieg der Vereinsgeschichte.


Das Endspiel begann aus Stuttgarter Sicht alles andere als optimal. Der VfB Suhl Lotto Thüringen erwischte den deutlich besseren Start und dominierte die ersten beiden Sätze. Die Stuttgarterinnen fanden zunächst kaum Mittel gegen die stabile Annahme und die variable Offensive der Thüringerinnen. Die ersten beiden Durchgänge gingen folgerichtig mit 25:17 und 25:18 an den VfB Suhl LOTTO Thüringen.

Doch Allianz MTV  Stuttgart, als Bundesliga-Tabellenführer mit beeindruckender Pokalbilanz ins Finale gegangen, bewies Moral. Im dritten Satz erhöhte das Team den Druck im Aufschlag, stabilisierte die Annahme und stand besser im Block. Bis zum 7:9 war der Satz noch ausgeglichen, danach zog Stuttgart nach einer starken Aufschlagserie von Lucía Varela Gómez davon. Anna Koulberg verwandelte schließlich den Block zum 25:15.

Im vierten Durchgang entwickelte sich ein intensiver Schlagabtausch auf Augenhöhe, in dem Stuttgart in der Schlussphase die Nerven behielt und sich mit 25:23 den Satzausgleich sicherte.

Der Tiebreak entwickelte sich zu einem echten Krimi. Beide Mannschaften kämpften um jeden Ball, die Führung wechselte mehrfach. Jeder Ballwechsel wurde auf beiden Seiten von den eigenen Fans frenetisch gefeiert. Beim Stand von 13:13 konnte die Partie in die eine oder andere Richtung kippen. Die Spannung war bis in die obersten Ränge der SAP Arena zu spüren. Das Glück blieb auf der Seite der Thüringerinnen, welche schließlich den Matchball zum umjubelten 15:13 verwandelten.

Während Suhl ausgelassen den historischen Pokalerfolg feierte, blieb für Stuttgart nur die Enttäuschung über eine verpasste Titelchance. Das letzte Pokalfinale in Mannheim bot damit noch einmal alles, was den deutschen Frauenvolleyball auszeichnet: Spannung, Qualität und Emotionen bis zum letzten Ballwechsel.