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Allianz MTV bejubelt den Einzug ins Viertelfinale der Champions League. Foto: CEV

Allianz MTV bejubelt den Einzug ins Viertelfinale der Champions League. Foto: CEV

Allianz MTV Stuttgart steht erneut im Viertelfinale der Volleyball Champions League. Die Schwäbinnen bezwangen Potsdam nach dem Hinspielsieg auch auswärts mit 3:0 und treffen nun auf Fenerbahce Istanbul.


Nach zwei Sätzen war bei den Spielerinnen in den weißen Trikots schon kurz Partystimmung angesagt. Gerade hatte Maria Segura den Ball longline im Potsdamer Feld untergebracht, auf 2:0 nach Sätzen gestellt und ihrem Team den vorzeitigen Viertelfinaleinzug gesichert, da stürmten ihre Kolleginnen aufs Feld und stimmten einen spontanen Freudentanz an. Allianz MTV hat international das große Ziel Viertelfinale erreicht und darf sich in diesem auf das Highlight-Duell mit Fenerbahce Istanbul freuen. Ausschlaggebend für den Erfolg in Brandenburg waren vor allem eine hohe Fehlerresistenz und eine sehr gut eingestellte Block-Feldabwehr. Überhaupt zeigte das Team von Konstantin Bitter ein ganz anderes Gesicht als noch am Samstag in der Bundesliga. Vor allem Libera Roosa Koskelo kämpfte um jeden Ball, dazu stand der Block richtig gut. Insgesamt verdienten sich die Stuttgarterinnen mit einer sehr reifen Leistung diesen erneuten Viertelfinaleinzug, damit steht man wie im vergangenen Jahr unter den besten acht Mannschaften Europas.

Im Vergleich zum samstäglichen Aufeinandertreffen mit Potsdam in der SCHARRena vertraute Konstantin Bitter auf Diagonal wieder Krystal Rivers, im Mittelblock ersetzte Eline Timmerman Kayla Haneline. Ansonsten standen die gleichen Spielerinnen wie in der Liga auf dem Feld und diese waren von Anfang an gewillt, es dieses Mal besser zu machen. Maria Segura eröffnete dieses ewige Duell beider Mannschaften in der MBS-Arena, Stuttgart war schnell im Spiel. Zwar folgte der ersten deutlicheren Stuttgarter Führung durch den Einbeiner von Monique Strubbe postwendend der Potsdamer Ausgleich, doch die Körpersprache beim Bitter-Team stimmte. Krystal Rivers blockte zum 8:6 am Netz, ansonsten kam die US-Amerikanerin aber vorerst noch nicht wie gewohnt im Angriff zur Geltung. Das übernahmen dann die Teamkolleginnen, Jolien Knollema punktete zweimal in Folge zum 13:12, ein Ass von Britt Bongaerts baute die Führung aus. Und dann meldete sich die beste Stuttgarter Scorerin in der CL doch an, Krystal Rivers zwang mit ihrem schönen Angriff den Potsdamer Coach Ricardo Boieri beim 17:14 zur Auszeit. Ganz anders als noch am Samstag zeigte Potsdam nun auch ein paar Abstimmungsprobleme, was es Stuttgart ermöglichte, davonzuziehen. Eline Timmerman blockte zum 19:14, dann düpierte Britt Bongaerts den SCP nach schöner Knollema-Annahme mit ihrer Zuspielfinte. Auch der Einbeiner über den Mittelblock funktionierte, am Ende besiegelte ein Potsdamer Eigenfehler die 1:0-Satzführung für Allianz MTV. Der Start war geglückt, der so wichtige erste Durchgang war eingetütet. Dennoch sollte die Konzentration hochgehalten werden.

Das gelang zu Beginn des nächsten Abschnitts nicht ganz perfekt, was aber auch an jetzt stärker auftretenden Potsdamerinnen lag. Jolien Knollema allerdings war anfangs voll auf der Höhe, hielt ihr Team mit starken Angriffen longline in Schlagdistanz. Landsfrau Eline Timmerman packte dann einen ganz starken Block zum 6:6 aus, überhaupt stand der Block blendend. So auch bei Jolien Knollema zum 10:10. Zwar musste Konstantin Bitter in der Folge die Auszeit ziehen, da sich Potsdam auf drei Punkte abgesetzt hatte, doch seine finnische Libera nahm ihm die Sorgen ganz schnell wieder. Zuerst war Roosa Koskelo bei Maria Seguras Punkt zum 13:14 mehrmals in der Abwehr zur Stelle, ehe sie dann die überragende Szene des Abends zeigte, die ihrer persönlichen Leistung die Krone aufsetzte. Nach einem Potsdamer Tip hinter den Block bekam Stuttgarts Libera perfekt die Hand unter den Ball, als nächstes sahen die Zuschauer in der MBS-Arena, wie Zuspielerin Britt Bongaerts einen astreinen Angriffsschlag am Potsdamer Block vorbeizauberte. Die Aktion hielt auch der Potsdamer Challenge stand, es stand 16:16 und Stuttgart war wieder voll im Geschehen. Ein Hinterfeldangriff von Krystal Rivers besorgte dann gar die Führung, in der Endphase des Satzes konnte ein Block von der US-Amerikanerin im Verbund mit Monique Strubbe die Führung ausbauen – 23:21, Stuttgart war dem Ziel ganz nahe. Aber warum einfach, wenn es auch kompliziert geht? Die Bitter-Schützlinge ließen den Gegner trotz eigenem Satzball und einiger Chancen wieder zum Ausgleich kommen. Schlussendlich hatte Kapitänin Maria Segura aber genug, legte erst einen feinen Tip auf den Potsdamer „Marktplatz“ und machte dann mit schon angesprochenem Longline-Angriff den vorzeitigen Stuttgarter Viertelfinaleinzug perfekt.

Trotz des schon gebuchten Tickets für Istanbul spielte Stuttgart im nächsten Satz weiterhin voll auf Sieg, wechselte zunächst bis auf Alexis Hart für Krystal Rivers auch nicht durch. Die Luft bei den Gastgeberinnen war verständlicherweise ein bisschen raus, so konnte sich Stuttgart schnell absetzen. Vor allem der Block war jetzt ein entscheidendes Element, die spätere MVP Britt Bongaerts packte gleich zweimal zum 6:3 zu. Auch Alexis Hart punktete beständig, Ivana Vanjak kam für Maria Segura in die Partie und half mit, die Partie nach zwischenzeitlich deutlicher Sechs-Punkte-Führung am Ende erfolgreich gegen das Potsdamer Aufbäumen zu verteidigen. Ein Block von Eline Timmerman besorgte schlussendlich den 3:0-Auswärtserfolg.

„Es war kein einfaches Spiel, wir waren ein bisschen unsicher nach dem Spiel am Samstag in der Liga. Am Ende haben wir aber mehr und vor allem die wichtigen Punkte gemacht und das Spiel so gewonnen“, zeigte sich Konstantin Bitter zufrieden. Nun wartet als das Duell mit Fenerbahce Istanbul, die man ja schon aus dem letzten Jahr in der Gruppenphase kennt. Und wahrscheinlich erinnern sich einige Fans noch an das Heimspiel in der SCHARRena…